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FIFA 14 vs. PES 2014: Der große Vergleich in der Vorschau

klaus.mueller

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Der September beschert den Freunden des gepflegten Fußballrasens gleich zwei Kracher: Am 20. September erscheint Pro Evolution Soccer 2014. Am 26. September bringt FIFA 14 Messi, Schweinsteiger und Özil auf den heimischen Bildschirm.


Wer FIFA 14 schon einmal selbst testen will, findet hier die Demo.

FIFA 14 vs. PES 2014: Der große Vergleich in der Vorschau

Mit zwei Titeln innerhalb einer Woche fällt die Entscheidung schwer. Wir haben in einem Vergleich vorab unsere Eindrücke von der Gamescom zusammengetragen.

Neue gegen alte Grafik-Engine

Mit Ignite beschert Publisher Electronic Arts FIFA 14 eine neue Grafik-Engine. Die Ergebnisse konnten wir auf der Gamescom begutachten: Die Animationen sehen unheimlich realistisch aus. Noch nie haben die virtuellen Figuren ihren Vorbildern so ähnlich gesehen.

Das Problem: Ignite und seine Pracht bleibt Spielern der Next-Gen-Konsolen XBox One und PS4 vorbehalten. PC-, Playstation 3- und Xbox 360-Spieler begnügen sich mit nur kleinen Verbesserungen im Vergleich zu FIFA 2013.

PES 2014 dagegen hat aufgeholt. Die Engine Fluidity verbessert die Animation der Spieler und Stadien. Den großen Vorsprung von Konkurrent FIFA hat Entwickler PES Productions aufgeholt. Gegenüber Vorgänger PES 2013 merkt man einen deutlichen Unterschied. Und: Das neue PES 2014 erstrahlt auch auf aktuellen Konsolen und PCs in voller Pracht.

FIFA 14 –  PES 2014

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Eine Frage der Physik

Schöne Grafik hin oder her, eine gute Fußballsimulation lebt von einer guten Physik-Engine dahinter. Zweikämpfe, Bananenflanken und Flugparaden sehen nur mit guter Software im Hintergrund echt aus.

Beide Spiele verbessern die Übergänge zwischen den Animationen. Abrupte Richtungsänderungen im Spiel werden jetzt nicht mehr grob abgebrochen: Schießt ein Stürmer ein Tor, dann dreht er in einer fließenden Bewegung zum Jubeln ab.

FIFA 14 verbessert die Ballphysik und passt diese an die neuen Fußbälle der letzten Jahre an. Das neue Schuss-System pure shot erlaubt millimetergenaue Schüsse auf das Tor. Zusätzlich beeindruckte uns die Physik-Engine bei den Zusammenstößen von Spielern. Zweikämpfe sehen jetzt nicht nur besser aus, sondern sind auch realistischer geworden.

PES 2014 geht mit einem leichteren Ball und verbesserter Ballphysik in das Duell. Spieler führen den Ball jetzt enger am Fuß. Zweikämpfe, Fouls und Laufduelle in PES 2014 erinnern allerdings manchmal an FIFA 12 und seine Impact Engine: sehr spektakulär, aber sehr unrealistisch.

FIFA 14 –  PES 2014

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Kontrollfreaks

FIFA 14 hat eine interessante Technik names protect the ball entwickelt: In kritischen Momenten kann der Spieler sehr genaue Bewegungen ausführen und den Ball etwa vor dem Gegenspieler abschirmen.

PES 2014 verbessert die Kontrolle der Spieler auf dem Feld. Die Bewegungen laufen jetzt flüssiger ab, Ecken und Fouls führt der Spieler genauer aus.

FIFA 14 –  PES 2014

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Strategen auf den Rasen

Bis jetzt sehen wir bei FIFA 14 keine erwähnenswerten Neuerungen im Bereich Tatkik. Die FIFA-Reihe bietet hier schon seit mehreren Jahren keine großen Veränderungen.

Für Taktikfüchse war die Pro Evolution Soccer-Reihe immer eine gute Wahl. PES 2014 bringt eine renovierte Taktik-Sektion mit. Mit dem neuen Editor gibt man leicht taktische Vorgaben aus. Im neuen Menü indicator strategy teilt man das Spielfeld beliebig auf und gibt konkrete Anweisungen für jeden Bereich.

FIFA 14 –  PES 2014

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Den ganzen Rasen pflügen

Das herausragende Gameplay-Merkmal von FIFA 14 bleibt das Spiel im Mittelfeld. Mehr denn je spielt Ballkontrolle und Kurzpassspiel eine entscheidende Rolle. Der Spielstil des FC Barcelona ist in FIFA 14 greifbar nahe.

PES bot dem Spieler immer schon packende Partien im Mittelfeld, das Spiel über die Flügel ist allerdings nicht die Stärke der Simulation. PES 2014 öffnet das Spiel für die Außen und wird dadurch auch ein wenig langsamer – aber deswegen nicht unbedingt langweiliger.

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Mehr Inhalte genießen

Neu im FIFA 14 Ultimate Team: Zusätzlich zu den aktuellen Fußballspielern stehen auch einige Weltstars der Vergangenheit zur Verfügung. Die Extra-Spieler laufen allerdings nur für die Microsoft-Konsolen Xbox 360 und Xbox One auf.

Zusätzlich bringt dieser Online-Modus den bekannten Transfermarkt und eine erweiterte Liga mit zehn Spielklassen, Aufstiegsmöglichkeiten, Relegation und Turnieren mit. Das meist gewünschte Feature ist in FIFA 14 wieder zurück: In Online Single Matches zeigen Spieler ihr Können in einzelnen Partien gegen andere Fußballer.

PES 2014 bietet für den Fußballfreund keine neuen Zusatzinhalte. Außerdem: Die Fußballsimulation hat nur ausgewählte Original-Stadien und wenige Lizenzen für Teams mit an Bord. Das legendäre Camp Nou oder Real Madrids Estadio Santiago Bernabéu sucht man in PES 2014 vergeblich. Fans von Bayern München, Bayer Leverkusen und Schalke 04 können sich über ihre Original-Mannschaften freuen. Publisher Konami besitzt aber die exklusive Lizenz für die Champions League, die Europa League und den UEFA Super Cup. Partien finden bei PES 2014 nur bei schönem Wetter statt.

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Enge Partie

Wir können vorab keinen Gewinner bestimmen: FIFA 14 überzeugt uns vor allem mit seiner Physik-Engine und den Zusatzinhalten. PES 2014 beeindruckt mit seiner Grafik-Engine und strategischem Tiefgang. Es geht in die Verlängerung: Für einen entgültigen Sieger müssen wir den Test abwarten.

Originalartikel auf Spanisch von Softonic-Redakteurin Maria Baeta

Artikel aktualisiert am 10.09.13

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